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Mittwoch, 28.01.2026 — 19:00
Abbaye de Neumünster, 28, rue Münster Luxemburg-Grund
Lesung und Gespräch
Du lieu-dit aux non-dits
mit ANTOINE WAUTERS, Autor von "Haute-Folie"
„Alles, was nicht ausgesprochen wird, bringt uns um“, sagt der belgische Schriftsteller. Mit diesem neuen Roman, der Familiengeheimnisse und den Schmerz der Vorfahren ans Licht bringt, erscheint er zum ersten Mal in der Reihe „Blanche“ des Verlags Gallimard.
Moderation: Antoine Pohu (luxemburgischer Autor)
Tickets 10 € | 5€ (<26 Jahre) | 1,50€ (Kulturpass): Hier klicken
Telefonisch + 352 26 20 52-444

Dies ist die Geschichte von Josef, einem Mann, dessen Familie kurz nach seiner Geburt von einer Reihe von Dramen heimgesucht wurde, von denen ihm nie erzählt wurde. Nach dem Krieg, getrieben von dem Bedürfnis, das zu verstehen, was ihm entgeht, verlässt er sein Dorf und seine Lieben, kehrt seiner Zukunft den Rücken und beginnt ein Wanderleben durch Wälder und Berge. Diejenigen, die ihm begegnen, halten ihn für einen Bettler, einen Heiligen, einen Verrückten. Aus diesem Leben am Rande der Gesellschaft schöpft er seine Weisheit und die Kraft, auf den Bauernhof „Haute-Folie“ zurückzukehren, wo alles begann, um sich den Dämonen der Vergangenheit zu stellen...


Antoine Wauters ist ein französischsprachiger belgischer Autor, geboren 1981. Er hat einen Abschluss in Philosophie der Freien Universität Brüssel. Seine Texte hinterfragen menschliche Triebe und gesellschaftliche Strukturen und zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität für Umweltfragen aus. Er ist Autor mehrerer Gedichtbände, insbesondere bei Maelström, sowie verschiedener Romane bei Cheyne oder Verdier, darunter Mahmout ou la montée des eaux (Mahmout oder der Anstieg der Wasserstände) aus dem Jahr 2021, für den er den Prix du Livre Inter, den Prix Wepler - Fondation Laposte und den Prix Marguerite Duras erhielt. Sein 2022 bei Éditions du sous-sol (Seuil) erschienener Erzählband Le musée -des contradictions wurde mit dem Prix Goncourt de la nouvelle ausgezeichnet. Sein neuer Roman Haute-Folie ist bei Gallimard in der Reihe nrf erschienen.

Antoine Pohu ist ein vielversprechender luxemburgischer Schriftsteller, der durch seine tiefgründigen und poetischen Werke zu beeindrucken weiß. Nach seinem Studium der Geschichte und Philosophie an der Université libre de Bruxelles veröffentlichte er 2020 seinen ersten Roman La Quête, der ihm stante pedes den ersten Preis in der Kategorie "Junge Autoren" beim Concours littéraire national einbrachte.

Pressestimmen
« C'est la grande héroïne du livre : l'écriture, l'art dramatique. C'est envoûtant dès la première scène avec ce grand incendie et cet enfant qui va naître. C'est écrit d'une façon tragique, mais brillante et lumineuse.
Des chapitres courts qui oscillent entre temps long et ellipses réussies nous font accélérer parfois de quelques mois, parfois d'une année. On avance pendant toute la vie de Joseph.
Il y a une vraie famille, une fausse famille, de grandes histoires d'amour. C'est un livre sur les mères, sur la formation, porté par un art dramatique qui nous fait épouser les personnages. C'est sensationnel. »
Hubert Artus, journaliste et chroniqueur pour l'Optimum livre
Organisation: Institut Pierre Werner
Unter der Schirmherrschaft der Belgischen Botschaft in Luxemburg,
Unterstützung: Centre de Rencontres Belgo-Luxembourgeois, neimënster