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03.05.2022 — 20:00
Magic Mirror, Parc du château de Bettembourg, 13 Rue du Château, 3217 Bettembourg
Lesung und Gespräch
Armel Job
Moderation: Jean Jauniaux
In französischer Spracher Eintritt frei
Anmeldung erforderlich: https://literatour.lu/cart/
Mehr Infos www.literatour.lu

Anlässlich der Veröffentlichung seines letzten Romans, Un père à soi (Editions Robert Laffont), wird Armel Job mit Jean Jauniaux über sein aktuelles Buch und seinen literarischen Werdegang sprechen.   

Von Roman zu Roman konstruiert Armel Job seit seinem ersten Roman La femme manquée (1999) durch seine Beständigkeit und Regelmäßigkeit ein außergewöhnliches Gesamtwerk, das jedes Jahr um eine neue Publikation erweitert wird.  

Trotz seiner zahlreichen Literaturpreise bleibt er seinem Vorhaben treu, als Romanautor die kleinen und großen Leiden der Menschheit empathisch zu beobachten. Er hat seinen eigenen literarischen Mikrokosmos geschaffen, der überwiegend in den Ardennen angesiedelt ist und dessen Orte er in Labore menschlicher Leidenschaften verwandelt.  

Sein Schreiben, die Regelmäßigkeit seiner Publikationen und die Vielfalt seiner Genres (Novellen, Theater, Romane) verbinden ihn mit den großen Namen der klassischen Literatur: bei ihm findet man etwas von Balzac und Zola ebenso wie den Humor von Jules Renard.  

Darüber hinaus enthüllt Job genauso wie Simenon in seinen Romanen die Komplexität des menschlichen Wesens, ohne sich ein Urteil darüber zu erlauben.   

Mit den Figuren, die in ihrer Heimat verwurzelt sind, folgt der Autor seiner ersten Berufung, die er von Giono übernimmt: ein Romanautor muss Geschichten erzählen, welche im Leser:in Fragen auslösen:  

„Ich bin ein Geschichtenerzähler. Ich denke gar nicht daran, einen Roman zu veröffentlichen. Mein Interesse gilt dem Leben um mich herum. Was mich fasziniert, ist das Spektakel des Lebens.“ 

Für Job sind die Figuren notwendigerweise komplex und vom Zweifel zerrissen… Er lässt sich von ihnen leiten, ohne im Voraus den Ausgang ihrer Geschichte zu kennen. Der Leser*in ist ebenso gepackt von den permanent präsenten Fragestellungen, denen der Autor sich schonungslos selber aussetzt.  

Armel Job ist Autor von über 20 Romanen, Erzählbänden und Theaterstücken. Er ist zudem der Begründer eines der großen französischen Literaturpreise: des Prix Horizon du deuxième roman. Weiterhin ist er Mitglied der Königlichen Akademie für französische Sprache und Literatur Belgiens.  

Jean Jauniaux:  

Armel Job antwortet an diesem Abend auf die Fragen des Schriftstellers und Journalisten Jean Jauniaux, der bereits in der Vergangenheit die Originalität und Wirkmächtigkeit des Werkes hervorgehoben hat: Jobs Romane bewegen, verändern die Blickrichtung, verführen den Leser*in durch seine Sprache, seinen Stil und seine Figuren.  

Jauniaux ist Ehrenpräsident von PEN Belgique (francophone, Präsident der Stiftung Maurice Carême und seit über zehn Jahren Chefredakteur der Literaturzeitschrift Marginales.  

Darüber hinaus ist er Autor mehrerer Romane und Kurzgeschichten, die ins Italienische, Rumänische und Niederländische übersetzt wurden.  

Sein neuestes Buch, L’ivresse des livres , das 2020 in den Éditions Zellige erschien (Paris), wurde ins Ukrainische übersetzt sowie mit einem Vorwort von Andréi Kurkov versehen.  

Die Erzählung Room Service (in L’année dernière à Saint Idesbald) erscheint in Kürze als Kurzfilm der Schweizer Regisseurin Maelle Grand-Bossi auf den Kinoleinwänden.  

Mehr Informationen unter www.edmondmorrel.be  


Pressestimme:

"Rencontre littéraire avec Armel Job", RTL

Pressestimmen
Tous ses romans ont entre eux un air de famille et en même temps ils sont à chaque fois différents, ils nous surprennent et nous ravissent par leur belle pâte littéraire et leur bonne pâte humaine.
Sophie Creuz, RTBF
Les inconditionnels d'Armel Job retrouveront avec plaisir, les tropes et thématiques d'une littérature qui, partie d'un événement anodin, banal, se transcende en un imbroglio dans la veine des dramaturgies qui marquent et qu'on n'oublie pas.
Marielle Gillet, L'Avenir
In Zusammenarbeit mit Literatour – Gemeng Beetebuerg im Rahmen von E22 – Esch-sur-Alzette, European Capital of Culture.