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Jan Philipp Reemtsma
Soziologe und Literaturwissenschaftler
Jan Philipp Reemtsma, geboren 1952, Prof. Dr. phil., lebt und arbeitet vorwiegend in Hamburg und Wien
Gründer und geschäftsführender Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, Gründer und bis März 2015 Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Gründer und geschäftsführender Vorstand der Arno Schmidt Stiftung
Arbeitsschwerpunkte: Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie, Geschichte der menschlichen Destruktivität
Von 2012 bis 2015 Honorarkonsul der Republik Slowenien in Hamburg und Schleswig-Holstein, 2013 bis 2016 Mitglied im Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland.
Ehrungen:
- 1987 Kopernikus-Medaille der Universität Krakau
- 1997 Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg
- 1999 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Konstanz sowie der Gerhard-Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen
- 2001 Niedersächsischer Kunstpreis für Literatur/Nicolas-Born-Preis
- 2002 Leibniz-Medaille der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- 2003 Heinz-Galinski-Preis der Heinz-Galinski-Stiftung/Berlin, 2007 Verleihung des Teddy Kollek Preises der Jerusalem Foundation in der Knesset, Jerusalem sowie Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Magdeburg
- 2008 Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur der Universität Mainz sowie Zuerkennung der Ferdinand-Tönnies-Medaille der Christian-Albrechts Universität Kiel
- 2009 Schiller-Professur der Friedrich-Schiller-Universität Jena
- 2010 Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin sowie Preis für öffentliche Wirksamkeit der Soziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
- 2011 Schiller-Preis der Stadt Mannheim sowie Schader-Preis der Schader-Stiftung, Darmstadt
- 2015 Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig
- 2022 Moses-Mendelssohn-Preis des Landes Berlin zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen
- 2022 Weimar-Preis der Stadt Weimar
- 2023 Verleihung der Hamburgischen Ehrendenkmünze in Gold durch den Senat der Freien und
- Hansestadt Hamburg
- 2023 Bayerischer Buchpreis (Sachbuch)
Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter:
- „Sagt, hab ich recht?“. Drei Reden zur Gegenwart alter Probleme (2024); Christoph Martin Wieland.
- Die Erfindung der modernen deutschen Literatur. Eine Biographie (2023), (als Mitherausgeber) Christoph Martin Wieland: Ein paar Goldkörner oder Was ist Aufklärung.
- Ein Lesebuch (2022)
- Helden und andere Probleme. Essays (2020)
- Weg war das Ihmchen! (2020)
- Einige Hunde (2017), Laozi: Daodejing. Der Weg der Weisheit und der Tugend.
- Eine Übertragung von Jan Philipp Reemtsma (2017), Gewalt als Lebensform.
- Zwei Reden (2016),
- Was heißt: einen literarischen Text interpretieren? (2016)
- Schriften zur Literatur, 3 Bde. (2015), (als Herausgeber) Arno Schmidt: „Na, Sie hätten mal in Weimar leben sollen!“ Über Wieland – Goethe –Herder (2013)
- Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne (durchgesehene Neuausgabe 2013 [2008]), Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali (überarbeitete und erweiterte Neuausgabe 2013 [1995]), (als Mitherausgeber) Erneuerung der Kritik.
- Axel Honneth im Gespräch (2009), Lessing in Hamburg (2007), Über Arno Schmidt.
- Vermessungen eines poetischen Terrains (2006), Das unaufhebbare Nichtbescheidwissen der Mehrheit.
- Sechs Reden über Literatur und Kunst (2005), Folter im Rechtsstaat? (2005), (zusammen mit Wolfgang Kraushaar und Karin Wieland) Rudi Dutschke Andreas Baader und die RAF (2005), (als Mitherausgeber) Christoph Martin Wieland: Schriften zur deutschen Sprache und Literatur, 3 Bde. (2005), Warum Hagen Jung-Ortlieb erschlug.
- Unzeitgemäßes über Krieg und Tod (2003), (zusammen mit Winfried Hassemer) Verbrechensopfer. Recht und Gerechtigkeit (2002), Der Liebe Maskentanz.
- Aufsätze zum Werk Christoph Martin Wielands (1999), Mord am Strand.
- Allianzen von Zivilisation und Barbarei (1998), Der Vorgang des Ertaubens nach dem Urknall (1995), Das Buch vom Ich. Christoph Martin Wielands „Aristipp und einige seiner Zeitgenossen“ (1993), (als Herausgeber) Folter.
- Zur Analyse eines Herrschaftsmittels (1991)
Stand: 2025
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