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Dienstag, 14.05.2024 — 19:00
neimënster, 28 rue Münster, Luxemburg-Grund
Gespräch
Reiner Stach im Gespräch über Franz Kafka. Zum 100. Todestag
Moderation : Matthias Bormuth (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
in deutscher Sprache Eintritt frei
Anmeldung erwünscht : info@ipw.lu
telefonisch : +352 49 04 43-1

In Zusammenarbeit mit dem TNL (Théâtre National du Luxembourg) und dem Kasemattentheater organisiert das Institut Pierre Werner (IPW) ein kleines Franz-Kafka-Festival zu dessen 100. Todestag. Gast des IPW ist der deutsche Literaturwissenschaftler und Autor einer legendären Kafka-Biografie Reiner Stach.


Franz-Kafka-Trilogie

Die frühen Jahre

„Kafka : Die frühen Jahre“, mit der Reiner Stach seine fulminante, international gefeierte und auf drei Bände angelegte Biografie, in umgekehrter chronologischer Reihenfolge, abschloss, beginnt mit Kafkas Kindheit und Jugend, Studien und ersten Berufsjahren. Die Entfaltung seines Sprachtalents, seinen Bildungserlebnissen, der Reifung seiner Sexualität und nicht zuletzt seiner Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Medien sind die entscheidenden Wegmarken.

Die Jahre der Entscheidung 

1910 – 1915 : Dies sind die Jahre, in denen sich der junge, ungebundene, beeinflussbare Kafka verwandelt in den verantwortungsbewussten Beamten und zugleich in den Meister des präzisen Alptraums und des ›kafkaesken‹ Humors. In kürzester Frist entstehen ›Das Urteil‹, ›Die Verwandlung‹, ›Der Verschollene‹ und ›Der Process‹, und in rascher Folge werden alle Weichen gestellt, die Kafkas weiteren Weg bis zum Ende bestimmen werden: die Begegnung mit dem religiösen Judentum, die ersten Schritte in die Öffentlichkeit, die Katastrophe des Kriegsausbruchs und vor allem die verzweifelt umkämpfte und dann doch scheiternde Beziehung zu Felice Bauer. Es sind Jahre beispielloser Intensität: das Zentrum von Kafkas Existenz. 

Die Jahre der Erkenntnis

Dieser Band behandelt die Jahre 1916 bis zu Kafkas Tod 1924 - eine Zeit, in der Kafkas vertraute Welt unterging, politisch ebenso wie physisch. Er war nun deutscher Jude mit tschechischem Pass, und er litt an einer Krankheit, welche die seit Jahren erträumte literarische Existenz unmöglich machte. Beides steigerte seine Hellsicht: Für Kafka wurden es Jahre der Erkenntnis.


Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. Für seine monumentale Kafka-Biographie wurde Reiner Stach mit dem Heimito-von-Doderer-Literaturpreis und dem Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichnet.


Pressestimmen
Das Beste, was in diesem Genre hervorgebracht werden kann. Selbst ein Roman.
Imre Kertész
Stachs Kafka-Biografie ist das Meisterwerk eines Berufenen, der ohne Eitelkeit in minutiösen Beobachtungen und in leichtem und schwingendem Ton erzählt.
Manfred Schneider, Neue Zürcher Zeitung 14. Oktober 2014
Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit dem Théâtre National du Luxembour und dem Kasemattentheater
Unterstützung : neimënster